Kurzgeschichte: Gefahr im Verzug - Fankunst und Rollenspiel - Forum

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Kurzgeschichte: Gefahr im Verzug
13. Dezember 2010
22:46
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Finrethiel
Squig
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Forumsbeiträge: 30
Mitglied seit:
13. Dezember 2010
sp_UserOfflineSmall Offline

Warm und wohltuend blinzelten die ersten Sonnenstrahlen des

frühen Morgens durch die Wolken. Durch die plötzliche Wärme wurde der Späher in

seinem Baumversteckt geweckt und fuhr erschrocken hoch. Als er bemerkte, dass

keine Gefahr droht, sondern nur der neue Tag anfing, beruhigte er sich wieder.

Geschickt kletterte er aus seinem Versteck hoch in den Baumwipfeln wieder hinab

in das hohe Gras. Unten angekommen betrachtete er die umliegende Gegend, die

durch den nächtlichen Sturm sehr in Mittleidenschaft gezogen wurde. Viele der

kleineren Bäume hatten umgeknickte Äste, oder waren gar entwurzelt worden. Ein

tiefes und lautes Knurren rief den Elben wieder in die Gegenwart zurück. Jedoch

war dieses Knurren keinesfalls irgendein wildes Tier, sondern lediglich sein Magen,

der sich bemerkbar machte – was man nach gut zwei Tagen ohne andere Nahrung als

ein paar Beeren sehr gut nachvollziehen kann. Lautlos schleicht Beligandir

durch das kniehohe Gras, stets darauf bedacht mögliche Beute nicht zu

verschrecken. Sein Weg führte ihn zum Rand einer großen Lichtung, wo er

beschloss kurz inne zu halten und sich auszuruhen.

Als er so dasaß und die letzten paar Tage wieder Revue passieren ließ fiel ihm ein, dass er seinen

treuen Jagdfalken Thorond seit dem Unwetter der letzten Nacht nicht mehr

gesehen hatte und so stand er auf und machte 3 lange und 4 kurze Pfiffe – das

Zeichen für Thorond wieder zurück zu seinem Herren zu kommen. Doch es blieb

still rings herum. Er widerholte die Melodie zwei weiter Male, doch es kam

weder eine Antwort, noch konnte er irgendetwas am strahlend blauen Himmel

ausmachen. Nachdem er sich eine Zeit lang ausgeruht hatte, marschierte

Beligandir wieder weiter, denn er durchstreifte die Wälder von Caledor

schließlich nicht aus Langeweile, sondern er sollte Informationen über

angebliche feindliche Bewegungen in diesem Gebiet sammeln. Seine Suche nach

Informationen, seinem Freund und etwas größerem zu Essen verlief ergebnislos

und so verstrichen die Stunden, bis die Dämmerung immer weiter voran schritt,

ereignislos. Ermüdet von dem langen Marsch und enttäuscht über die erfolglose

Suche richtete er sich eine Baumkrone als Quartier für die Nacht ein.

Als er sich gerad zur Ruhe begeben wollte hörte er plötzlich entferntes Gelächter, was

ihn dazu bewegt auf die höchsten Äste seines Verstecks zu klettern. In

Nordöstlicher Richtung, fast schon bei einem Fluss konnte er das gelbliche

Leuchten eines Lagerfeuers ausmachen. Lautlos kletterte er den Baumstamm wieder

hinab und bewegte sich geduckt durch das kniehohe Gras stetig Richtung Norden.

Als er zu der Lichtung mit dem Lagerfeuer kommt erspäht er zwei Goblins, die

gerade etwas Wildschwein-ähnliches über einem Feuer braten und zwei Squigs, die

sabbernd vor Freude um das Feuer herum hüpfen. Bei dem Geruch des fast fertig

gebratenen Fleisches meldet sich Beligandirs Magen mit einem Lauten Knurren

zurück, was die Squigs aufhorchen und in seine Richtung watscheln lässt. Hastig

bewegt sich Beligandir weiter in das Unterholz zurück, um den Squigs

auszuweichen, jedoch bleibt er bei einer verborgenen Wurzel hängen und stürzt.

Durch das laute Plumpsen das genaue Versteck der Beute kennend stürmen die

Squigs los und brüllen freudig erregt. Als sich das erste gerade durch das

Gebüsch auf den am Boden liegenden Beligandir losstürzen will und schon das mit

großen, scharfen Zähnen bewehrte Maul öffnet, schafft er es gerade noch seinen

Speer in die Höhe zu reißen und so das Squig durch seine großes Maul

aufzuspießen. Verunsichert durch die Todesschreie seinen Kameraden läuft das

zweite quiekend zu seinen Herren zurück. Durch das gequieke aufmerksam gemacht,

griffen die Goblins hastig zu ihren Waffen und eilten zu den Geräuschen. Als

sie bei dem toten Squig ankamen stieß sein Herrchen einen hasserfüllten Schrei

aus und schickte das zweite Squig los auf Spurensuche. Beligandir hatte es

mittlerweile allerdings geschafft wieder auf die Beine zu kommen und sich auf

einen nebenan stehenden Baum zu flüchten. Zu seinem Glück waren seine Feinde

nicht gerade die klügsten und so suchten sie ohne Licht die Umgebung ab, was

sie zu leichten Zielen für einen geübten Schützen machte. Nach drei schnell

geschossenen Pfeilen fielen die leblosen Körper der Verfolger auf den Boden.

Nachdem er die Umgebung mehrmals überprüft hatte, hüpfte Beligandir auf den

Laubboden, was ihn wieder schmerzhaft an seine Begegnung mit der Wurzel

erinnerte. Durch jahrzehntelanges Training und unzählige Verletzungen, die er

sich im Laufe der Zeit zugezogen hatte, konnte er den Schmerz gedanklich beiseiteschieben.

Willensschwächere Wesen wie die Zwerge oder Menschen hätten sich wahrscheinlich

einen kräftigen Schluck aus irgendeinem mit Alkohol gefüllten Trinkhorn

gegönnt, um die Schmerzen zu beruhigen. Beim durchsuchen der Goblins fielen ihm

schlacksige Kleidung und die selbst für die primitiven Grünhäute schlampig

gefertigten Waffen auf. Sollten sie zu einer Armee gehört haben, dann verstand

es ihr Anführer nicht besonders seine Krieger zu disziplinieren – sofern man

bei den Grünhäuten überhaupt von Disziplin sprechen kann. An einen Baum in der

Nähe des Lagerfeuers gelehnt standen 2 Rucksäcke mit Werkzeugen und Proviant,

welches allerdings nicht sehr genießbar aussah. Plötzlich bewegte sich etwas

verdecktes quadratisches unruhig hin und her und Beligandir vernahm ein

gurrendes Geräusch, das ihm sehr bekannt vorkam. Als er die Decke von dem Käfig

herunter nimmt erkennt er seinen Weggefährten Thorond wieder, dessen Federkleid

allerdings ziemlich zerzaust ist. Kaum ist die Türe geöffnet spaziert der Falke

aus seinem Gefängnis heraus, spreizt die Flügel und steigt in die Lüfte empor,

dreht ein paar Runden und landet anschließen auf der rechten Schulter seines

Herren. "Was meinst du, alter Freund, kann man den Goblinfraß

essen?", fragte Beligandir seinen Begleiter. Daraufhin krächzte dieser heftig

und fuchtelte wild mit seinen Flügeln herum. "'Hast wohl recht, lieber

nicht anfassen, wer weiß, was die mit dem Schwein vorher angestellt haben…."

Tock. Tock. Tock. "Lass das Thorond. Ich will noch

schlafen!"Aufgeregtes Brüllen. Verschiedenste Gerüche von gebratenem

Fleisch über Waffenfett und den unverkennbaren Geruch von nicht gewaschenen

Grünhäuten umgarnen Beligandirs Nase. Wie vom Blitz getroffen fährt er

erschrocken auf. Grünhäute? Hier? Vorsichtig lugt er zwischen dem Blätterdach

des Baumes, auf dem er sich nach erfolgloser Suche zum Schlafen nieder gelegt

hatte, und traut seinen Augen nicht, als er ein Kriegslager der Zerstörung unter

sich entdeckt. Es reihen sich die Zelte der Dunkelelfen und Chaosanhänger und

die Baracken der Grünhäute zu hunderten aneinander. Eine Invasionsarmee, groß

genug ganz Caledor ohne Probleme ein zu nehmen! Das stetige Tock, Tock wird nun

schneller und sein Versteck beginnt zu wackeln. "Verdammt, ich muss hier

weg!", schießt es ihm durch den Kopf. Gerade noch rechtzeitig schafft

Beligandir es sein Hab und Gut zusammen zu packen und auf den benachbarten Baum

zu springen. Sei Herz raste wie wild durch den plötzlichen Adrenalin-Schub.

Nach einigen Minuten lugte er vorsichtig aus seinem neuen Versteck hinunter.

"Gut, ich bin nicht entdeckt worden.", sagte er zu sich. "Wo hab

ich denn meinen Federkiel und das Pergament hin getan? Ah, hier. Thorond, du

musst diesen Brief so schnell es geht in das Kriegslager beim Niedergang des

Eroberers zu Aethalas Löwenmähne bringen! Es ist von größter Bedeutung, dass er

schnell und sicher ankommt! Ich werde sie ablenken, damit du ungestört davon

fliegen kannst." Hastig kritzelt Beligandir die wichtigsten Informationen

zu seiner Entdeckung auf das Stück Pergament, rollt es zusammen und bindet es

Thorond an seinen rechten Fuß. Mit einem leisen Gurren und schiefem Kopf quittiert

sein Freund den Befehl, spannt seine Flügel und entschwebt in die Lüfte.

"Leb wohl, alter Freund!" Mit diesen Worten zückt Beligandir seine

beiden Kurzschwerter und stürzt sich auf den nächsten Chaosbarbaren, den er

neben seinem Versteck ausmachen konnte. Bis die Wachen realisierten, was in

ihrem Lager vorsich ging, vielen noch fünf weitere Chaosanhänger den schnellen

Klingen des Elben zum Opfer. Plötzlich herrschte ein riesiges Stimmengewirr im

Lager, als in allen Teilen der Klang von Hörnern wiederhallte. Dutzende halb

angezogene Krieger rannten wirr und ohne Ziel durch die Gassen der großen

Zeltstadt. Nur wenige nahmen die Gefahr wahr und stellten sich dem Kampf, da

sie aber unorganisiert waren und die engen Gassen und vielen Seile gute

Verstecke und Hindernisse abgaben, tränkten sie das Schwert des Elben nur noch

mit mehr Blut. Langsam bemerkten seine Feinde ihre zahlenmäßige Überlegenheit

und kreisten Beligandir geschickt ein, doch keiner mochte die tanzenden Klingen

des Elben durchbrechen. Plötzlich spürte er, wie eine warme Flüssigkeit ein Rinnsal

von seiner Brust hinunter zu seinem Bauch bildete. Als er an sich hinunter

blickte, sah er die Spitze eines gezackten Dunkelelfendolches aus seinem

Brustkorb heraus ragen und eine süßliche Stimme flüstert an sein Ohr:"Dein

Tod heißt Firusha!" Mit einem Ruck zieht Dunkelelfe den Dolch aus seiner

Brust und er sackt auf dem Boden zusammen.

Hastig und schwer schnaufend stürzt ein Bote in das Zelt des

Lagerkommandanten. „Sir, ich habe hier einen Brief von einem unserer Späher in

den Wäldern von Caledor!“ „Ließ vor, was er zu berichten hat!“ „…großes

Kriegslager der Zerstörung Nördlich des Flusses, Grünhäute, Chaosanhänger und

Hochelfen vereint! Eine Armee groß genug, uns ohne Probleme zu überrennen.“ „Lasst

sofort alle Mannen bereit für den Kampf machen, schickt Boten zu den Zwergen

und Menschen, wir werden jede Hilfe brauchen können, die wir nur irgendwie

bekommen können!“ Eilends werden alle Krieger zu den Waffen gerufen und die

Verteidigungen um das Lager verstärkt, die entscheidende Schlacht um Caledor

steht an!

 

So, spät aber doch, hier meine Kurzgeschichte. Möchte nur anmerken, dass dies mein erster Versuch ist sowas zu schreiben, also meine Schreibweise noch nicht so ausgefeilt ist, wie die meiner Kollegen hier :/ Achja bin für Verbesserungsvorschläge offen, auch Lore-bezogen (hab da noch ned so viel Erfahrung, wie manche RP-ler hier <img src=" /> ). Aber der Olympische Gedanke zählt ja und wenns irgendwer gut findet und vllt auch spannend findet, genügt mir das schon.

 

Also, sanfte Grüße von den Elben,

 

MfG Finrethiel

 

PS: laut Word 1495 Wörter

Finrethiel (Sch)Erzmagierin auf Drakenwald, RR91

Fimensher (Knusper)Hexe auf Karak-Azgal

 

Der Weg einer Erzmagierin

14. Dezember 2010
08:26
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Erecronn
Österreich
Git Gargboss
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Forumsbeiträge: 197
Mitglied seit:
16. September 2010
sp_UserOfflineSmall Offline

Die Geschichte ist soweit sehr gut erzählt, gefällt mir und ist spannend zu lesen! Was mich allerdings ein bisschen stört sind die Zeitenwechsel. Biespiel:

Lautlos kletterte er den Baumstamm wieder
hinab und bewegte sich geduckt durch das kniehohe Gras stetig Richtung Norden.

Als er zu der Lichtung mit dem Lagerfeuer kommt

Zuerst erzählst du in der Vergangenheit danach im Präsens. Ich will keinesfalls jetzt hier als Klugscheißer auftreten, aber das störte meinen Lesefluss, da es mich ein wenig irritierte. Ansonsten ist die Geschichte wirklich sehr gut! /thumbsup

15. Dezember 2010
18:28
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Lykant
WAAAGH.de Team im Ruhestand
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Mitglied seit:
17. September 2010
sp_UserOfflineSmall Offline

Elben sind aus HdR, Elfen aus Warhammer. Der Elf, die Elfin, viele Elfen. Ansonsten Zeitenwechsel.

Ach ja! Kein Elfenspäher würde mit einem Speer rumlaufen, die haben alle Schwerter - Speere tragen die Infanterieregimenter (Hochelfen-Speerträger).

Mitglied des Redaktionsteams.

http://www.silberfalken.eu/

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