Kurzgeschichte: 5 Minuten eines Soldaten - Fankunst und Rollenspiel - Forum

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Kurzgeschichte: 5 Minuten eines Soldaten
12. Dezember 2010
23:45
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Dwarkaar Thar
Ork
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Karl Franzens Eierbecher
Forumsbeiträge: 138
Mitglied seit:
22. September 2010
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Seht ihr, da vorne?

Korporal Mekeer Eisenstein zeigte zwischen einigen Bäumen an eine dunkle, mit Gestrüpp überwucherten Felswand.

Das ist unser Ziel.

Einen Moment lang herrschte Stille. Nur der kalte Wind, der durch das Tal wehte, war zu hören.

Das ist nicht euer Ernst, Korporal? Ich meine… seht es euch doch einmal an!

Es war die Stimme vom Gefreiten Schalosch Hammerschwinger. Sein Gewehr hing im lässig über die Schulter. Die eine Hand am Riemen, die andere an seiner gestopften Pfeife, an welcher er hin und wieder etwas paffte.

Sein Trupp stand an der rechten Flanke. Hier war seit einer Woche keine Kampfhandlung mehr. Trotzdem wollte der Captain die Flanke gesichert haben.

Ich finde, Schalosch hat recht. Das… kann nicht euer ernst sein, Korporal.

Korporal Eisenstein schaute zur Truppe, konnte aber auf die schnelle nicht ausmachen, wer den nun der zweite Zwerg war, der sich einmischte und seinen Worte in frage stellte. Korporal Eisenstein wandte sein blick wieder zur Felswand, die in knapp 300 Meter vor seinem Trupp in die Höhe ragte. Er runzelte ein wenig die Stirn. Es war sein erster Einsatz im 226. Scharfschützenregiment, hoch im Norden von Karak Kadrin und er selbst noch relativ jung, gerademal 80 Jahre. Deshalb sagte er auch nichts, als der viel ältere Gefreiter Hammerschwinger seinen Einwand einbrachte.

Aber es ist doch machbar. Siehst du das nicht so, Gefreiter Hammerschwinger?

Der alte Gefreiter Hammerschwinger klopfte seine Pfeife an einem Felsen aus und steckte sie behutsam in einer seiner Gürteltasche. Griff in eine andere und zog ein Stück Steinbrot heraus. Gemahlen aus wilden Weizen und Steinen. Jenes ist zwar nicht sehr Nahrhaft, aber es bekämpft erstaunlich gut das Hungergefühl. Der alte Gefreiter knabberte ein wenig auf dem Brot herum und wiegte den Kopf hin und her.

Es steht mir ferne, Korporal, eure Autorität zu untergraben. Aber ich bin mir ganz sicher, das ihr auf diese Entfernung, bei dem Wind, zwischen diesen Steinen diesen wilden Bock nicht treffen werdet! Niemand hier!

Korporal Mekeer runzelte die Stirn. Natürlich glaubte er dem alten Gefreiter. So sind Zwerge nunmal. Loyal, aber ehren die Weisheit der älteren. Aber er konnte seine sturheit nicht besiegen und hob langsam seine Muskete. Es war das typische Modell, das sein Klan herstellte für seine Schützen. Jeder Soldat wird von seinem Klan ausgerüstet. Sein Klan sind Werkzeugmacher, keine Waffenschmiede. Deshalb war seine Muskete auch nicht so fein säuberlich gebaut, wie die von anderen. Aber er hatte seine Muskete modifiziert. Das tun alle, einige mehr, einige weniger. Langsam legte er die Muskete an die Schulter, streichelte sanft über das Visier. Zog die kühle Luft ein, und wieder aus. Hielt inne… bog den Finger langsam… ganz langsam.

Korporal Mekeer!

Rief plötzlich eine laute Stimme von hinten.

Mekeer erschrak- der Schuss knallte los. Weisser Pulverrauch versperrte ein paar Augenblicke die Sicht- knapp am Bock vorbei. Verdammt! Was!?! Rasch drehte er sich um zu sehen, wer so Tolpatsch war ihn zu erschrecken. Seine Soldaten machten den Weg frei für einen leicht ausgerüsteten Grenzläufer, der schwer atmend zum Korporal rannte.

Korporal, eine Botschaft für euch!

Brummelnd nahm Mekeer die Botschaft entgegen. Seiner säuerlichen Miene wegs des verhauenen Schusses, wich langsam einer besorgten und überraschten Miene. Leise las er vor sich hin:

An: Kompanie Donnergeschoss, 2. Zug- Korporal Mekeer.

Mekeer! Meldet euch sofort bei der Versorungseinheit bei Feldwebel Inymbara. Wir erwarten unseren überlebensnotwendigen Biertransport Heute Nachmittag. Euer Zug wird die Karawane das letzte Stück an die Front heran begleiten. Beeilt euch!

Gez. Leutnant Vergip Goldauge

Der Biertransport! Die Mission hier in den Bergen dauerte bereits viel zu lange, deshalb gingen langsam die wichtigen Bierreserven zu neige. Mekeer war überrascht. Eine solch wichtige Aufgabe durfte „sein“ Zug übernehmen. Der Leutnant schien sehr grosses Vertrauen in ihm zu haben… Ein kleines lächeln huschte auf sein Gesicht.

Hergehört! Wir rücken sofort ab. Wir gehen zu Feldwebel Inymbara und von dort aus der Bierkarawane entgegen!

Ein lautes „Hurra!“ dröhnte aus den Kehlen von den 24 anderen Zwergen aus seinem Trupp.

Rasch formierte sich die Einheit in einer Schützenkolonne und marschierte mit schnellen Schritten zur Haupttruppe. Zwerge sind von Natur aus langsamer als die meisten anderen Rassen. Was nunmal an den kurzen Beinen lag. Dafür marschierten die Zwerge stets und ständig. Also, immer wenn es nötig ist. Auch die Nacht durch. Und die darauf folgende. Und die danach. Und dann ohne Pause in die Schlacht. Geschosshagel? Was solls.

Die Menschen glaubten ja allesamt, sinnierte der Korporal vor sich hin, das die Zwerge ihr Bier nur zum besaufen gut wäre. Und es nur so sehr liebten und schätzten, weil es so gut schmeckte. Narren! Ein jeder Zwerg wusste, Bier war viel mehr als nur etwas köstliches, das den Gaumen erfreute. So besitzt jede Wehrstatt über einen riesigen Vorrat von Bier. Den, das zwergische Bier ist so Nahrhaft, das ein Zwerg sich Wochenlang nur von Bier ernähren kann. Schon so manchen Zwergen hat dies vor dem verhungern gerettet.

Gefreiter Schalosch Hammerschwinger legte die grosse Hand auf die Schulter des Korporals und nickte ihm zu. Vielleicht hättet ihr den Bock tatsächlich erwischt… Aber lass uns jetzt erstmals das Bier zu unseren Kameraden bringen und beten, das die Grünhäute nicht wissen, wie wichtig dieses Bier ist…
Solche Worte von einem älteren Zwerg zu hören! Des Korporals Herz machte einen sprung vor freude. Dafür lohnte es sich zu leben… Die Weisheit der älteren zu hören. Einen Groll zu begleichen. Mutig in die Schlacht zu ziehen. Und sich auf bestes Bier zu freuen.

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